Kariyushi Shirts (1701 Story - Stimmung des geerdeten Alltags 3)

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Oct 7, 2017 08:01 Edelweiß
Heinrich had spruced himself for this day, wearing one of the patterned shirts of his grandpa under his neatly ironed suit. Following Okinawan style and peachiness, the shirt wasn’t tucked into the trouser but loose. To bring to bear the floral pattern of the shirt’s decent pink fabric, he had spared himself a tie and kept his jacket unbuttoned. His clothes had made him appear like a perfect Okinawan gentleman, while his broken Japanese had provided for the necessary breath of exoticism and internationality.

The headmaster took the two brothers into his heart at once. Not only did he grant Samuel access to the university library, where he could find anything he needed for the entrance examination, but he also assigned a tutor from the advanced semesters to assist Samuel with the selection of themes and literature. Since then, Samuel had been seeing his tutor for one or two hours once a week, and he always borrowed a lot of books from the library and indulged in his studies while Heinrich was doing errands or drove to the port in order to make his phone calls.

Their grandparents were proud of their grandchildren, and they never missed any opportunity to brag with the wit and prowess of their offsprings. When Samuel and Heinrich had moved into the house of their grandparents, the picture gallery on the living room’s sideboard had gained a new addition. The picture frame that was made of untreated cherry wood showed a photograph of their eldest and youngest grandsons.
Heinrich hatte sich für diesen Anlass in Schale geworfen und unter seinem frisch gebügelten Anzug eines der großgemusterten Hemden seines Großvaters getragen. Auf eine Krawatte hatte er verzichtet und die Jacke offen gelassen, damit das auf dezentes Rosa gedruckte Blütenmuster seines Hemds, das er selbstverständlich über dem Hosenbund trug, besser zur Geltung kam. Äußerlich war er damit wie der vollkommene okinawaische Gentleman aufgetreten, während sein gebrochenes Japanisch für den nötigen Hauch von Exotik und Internationalität gesorgt hatte.
Der Schuldirektor hatte die beiden Brüder sofort in sein Herz geschlossen und Samuel nicht nur Zugang zur Universitätsbibliothek gewährt, damit diesem alle Mittel und Wege offenstanden, um sich auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten zu können, sondern ihm auch einen Nachhilfelehrer aus den höheren Semestern zur Seite gestellt, der ihm bei der Auswahl der Themen und Literatur behilflich sein sollte. Samuel traf sich seither einmal die Woche für eins, zwei Stunden mit seinem Tutor, lieh sich Bücher aus und vergrub sich zu Hause in seine Studien, während Heinrich Besorgungen erledigte und zum Telefonieren zum Hafen fuhr.

Die Großeltern waren stolz auf ihre beiden Enkel und versäumten keine Gelegenheit, mit der Intelligenz und Tüchtigkeit ihrer Sprösslinge zu prahlen. Mit Samuels und Heinrichs Einzug in das Haus ihrer Großeltern hatte auch die Bildergalerie auf der Anrichte im Wohnzimmer der Tairas Zuwachs bekommen. Ein neu gekaufter Bilderrahmen aus unbehandeltem Kirschholz zeigte ihren ältesten und jüngsten Enkel…