Der Anfang eines Romans: Pride and Prejudice (II)

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  • German 
Jun 27, 2016 08:56
Der Anfang eines Romans: Pride and Prejudice (II)

Aber es ist höchstwahrscheinlich, dass er sich vielleicht in eine von ihnen verliebt, und daher müssen Sie ihm einen Besuch abstatten, sobald er kommt.«

»Ich sehe keinen Anlass dafür. Sie können einfach alle ohne mich hingehen oder die Mädchen können vielleicht alleine hingehen, was vielleicht noch besser wäre, da Sie so schön sind wie irgendeine von ihnen. Wir wollen ja nicht, dass Herr Bingley Sie am besten aus der Gruppe mag!«

»Mein Lieber, Sie schmeicheln mich. Ich hatte zwar eine anständige Menge Schönheit, aber ich behaupte nicht, immer noch etwas Außerordentliches zu sein. Wenn eine Frau schon fünf erwachsene Töchtern hat, sollte sie die Gedanken an ihre eigene Schönheit aufgeben.

»In solchen Fällen hat eine Frau oft nicht mehr sehr viel Schönheit noch übrig.«

»Aber, mein Lieber, Sie müssen tatsächlich hingehen, um Herr Bingley zu sehen, wenn er in der Nachbarschaft ankommt.

»Das ist mehr als ich beabsichtige, ich versichere Ihnen.«

»Aber denken Sie doch an ihre Töchtern. Denken Sie, was für eine Gelegenheit es für eine von ihnen wäre. Sir William und Lady Lucas sind schon entschlossen hinzugehen – und lediglich deswegen, denn sie besuchen normalerweise keine Neuankömmlinge, wie Sie wissen. Sie müssen in der Tat hingehen, da es unmöglich für uns sein wird, ihn zu besuchen, wenn Sie es nicht tun.«

»Sie sind aber sicher übermäßig gewissenhaft. Ich darf wohl sagen, dass sich Herr Bingley sehr freuen würde, Sie zu sehen. Ich werde sogar ein paar Zeilen schreiben, um ihm von meiner herzlichen Zustimmung zu versichern, dass er wen auch immer von meinen Töchtern heiraten darf, obwohl ich ein gutes Wort für meine kleine Lizzy einlegen muss.«

»Sie werden nichts dergleichen tun. Lizzy ist kein bisschen besser als die anderen und ich bin mir sicher, dass sie weder halb so hübsch wie Jane noch halb so fröhlich wie Lydia ist, aber Sie wollen ihr immer den Vorzug geben.«

»Sie haben alle keine großen Reize«, antwortete er. »Sie sind albern und ignorant wie andere Mädchen, aber Lizzy hat etwas mehr Gerissenheit als ihre Schwestern.«

»Herr Bennet, wie können Sie nur Ihre eigene Kinder auf solche Weise beleidigen? Sie haben ja immer Freude daran, mich zu quälen. Sie haben kein Mitleid mit meinen armen Nerven.« 

»Sie verstehen mich falsch, meine Liebe. Ich habe einen hohen Respekt vor Ihren Nerven. Sie sind schließlich meine alten Freunde. Seit zumindest zwanzig Jahren habe ich Sie sie mit Berücksichtigung erwähnen hören.

»Ach, Sie wissen nicht einmal, was ich durchleiden muss.«

»Ich hoffe aber, dass Sie darüber hinwegkommen und es noch erleben, dass viele andere junge Männer mit viertausend pro Jahr in die Nachbarschaft ziehen.

»Das wird uns aber nichts nutzen, wenn sogar zwanzig solche Männer auftauchen, da Sie keine von ihnen besuchen werden.« 

»Verlassen Sie sich darauf, meine Liebe: Wenn zwanzig von ihnen auftauchen, werde ich sie alle besuchen.«

Herr Bennet war eine solche Mischung aus Esprit, sarkastischem Humor, Zurückhaltung und Willkür, dass die Erfahrung von dreiundzwanzig Jahren seiner Frau unzureichend gewesen war, den Charakter ihres Mannes zu verstehen. Ihr Verstand war dahingegen leichter zu verstehen. Sie war eine Frau von einer durchschnittlichen Intelligenz, wenig Wissen und einem unsicheren Temperament. Immer wenn sie unzufrieden war, hielt sie sich für nervös. Ihre Töchtern heiraten zu lassen war das Zweck ihres Lebens und Besuche und Klatsch waren sein Trost.
ein Anlass für etw – an occasion for smt
am liebsten mögen – to like best
am besten gefallen – to like best
jdm schmeicheln
eine ordentliche Menge an – a decent amount of
die Töchter – the daughters
denk daran, was es für eine Gelegenheit... – think what an opportunity
sicherlich – certainly
nach seiner Wahl – as he pleases
ein gutes Wort für jdn einlegen – to put in a good word for
jdm den Vorzug geben – to give sb preference
auf eine solche Weise – in such a way
mindestens – at least (numbers)
zumindest – at least (qualitative statements)
etw durchleiden – to suffer through smt
die Willkür – caprice/arbitrariness
unzureichend – insufficient
der Zweck – the purpose
es ist höchst wahrscheinlich, dass...
er hat es höchstwahrscheinlich getan...
gewissenhaft – conscientious/diligent
aufgeweckt – sharp/intelligent
etwas Besonderes – smt special
keiner von ihnen – none of them




„I see no occasion for that. You and the girls may go, or you may them by themselves, which perhaps will be still better, for as you are as handsome as any of them, Mr. Bingley might like you best of the party.“

„My dear, you flatter me. I certainly have had my share of beauty, but I do not pretend to be anything extraordinary now. When a woman has five grown up daughters, she ought to give over thinking of her own beauty.“

„In such cases, a woman has not often much beauty to think of.“

„But, my dear, you must indeed go and see Mr. Bingley when he comes into the neighborhood.“

„It is more than I engage for, I assure you.“

„But consider your daughters. Only think what an establishment it would be for one of them. Sir William and Lady Lucas are determined to go, merely on that account, for in general you know they visit no newcomers. Indeed you must go, for it will be impossible for us to visit him, if you do not.“

„You are over scrupulous surely. I dare say Mr. Bingley will be very glad to see you; and I will send a few lines by you to assure him of my hearty consent to his marrying whichever he chooses of the girls; though I must throw in a good word for my little Lizzy.“

„I desire you will do no such thing. Lizzy is not a bit better than the others; and I am sure she is not half so handsome as Jane, nor half so good humoured as Lydia. But you are always giving her the preference.“

„They have none of them much to recommend them,“ replied he; „they are all silly and ignorant like other girls; but Lizzy has something more of quickness than her sisters.“

„Mr. Bennet, how can you abuse your own children in such a way? You take delight in vexing me. You have no compassion on my poor nerves.“

„You mistake me, my dear. I have a high respect for your nerves. They are my old friends. I have heard you mention them with consideration these twenty years at least.

„Ah, you do not know what I suffer.“

„But I hope you will get over it, and live to see many young men of four thousand a year come into the neighborhood.“

„It will be no use to us, if twenty such should come since you will not visit them.“

„Depend upon it, my dear, that when there are twenty, I will visit them all.“

Mr. Bennet so odd a mix of quick parts, sarcastic humour, reserve, and caprice, that he experience of three and twenty years had been insufficient to make his wife understand his character. Her mind was less difficult to develop. She was a woman of mean understanding, little information, and uncertain temper. When she was discontented, she fancied herself nervous. The business of her life was to get her daughters married; its solace was visiting and news.